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Kreuzberger Gespräche´11: Vom Gastarbeiter aus dem vorderen Orient zum deutschen Politiker mit Migrationshintergrund
„Kreuzberger Gespräche´11“
Eine Zweckehe feiert goldene Hochzeit – 50 Jahre Anwerbeverträge zwischen Deutschland und der Türkei
„Vom Gastarbeiter aus dem vorderen Orient zum deutschen Politiker mit Migrationshintergrund – (K)Eine Erfolgsgeschichte?“
am Donnerstag, den 08. September 2011, um 19.00 Uhr
im AWO Cafe, Oranienstraße 69, 10969 Berlin-Kreuzberg
Mit
Barbara John, ehemalige Ausländerbeaftragte des Berliner Senats (CDU)
Eckhardt Barthel, ehemaliger Bundestagsabgeordnete (SPD)
Direktkandidaten zur Abgeordnetenhauswahl in Friedrichshain-Kreuzberg (Wahlkreis 03):
Muharrem Aras, SPD-Kandidat / Rechtsanwalt
Figen Izgin, Kandidatin der Linkspartei / Dipl. Sozialpädagogin
Dr.Turgut Altug, Grünen-Kandidat / Agrarwissenschaftler
Ertan Taskiran, CDU-Kandidat
Leitung: Alke Wierth (taz)
Vor einem halben Jahrhundert sind die ersten GastarbeiterInnen in Deutschland angekommen und schon sehr früh haben sich türkischstämmige Menschen in das politische Geschehen in Deutschland eingemischt. Dennoch gibt es bis heute selbst in Berlin keine einflussreichen politischen Posten, wie der eines Stadtrates oder Bürgermeisters oder Senatoren, die von türkeistämmigen Bürgern besetzt sind.
Um heraus zu bekommen, warum das so ist, wollen wir einen Blick auf die Entwicklung der politischen Partizipation türkeistämmiger Bürger werfen und dabei über folgende Themen reden:
- Möglichkeiten der politischen Partizipation: Früher und Heute
- Rolle der Mehrheitsgesellschaft: war bzw. ist Engagement erwünscht?
- Motivation junger Politiker und der Zusammenhang mit ihrer Migrationsgeschichte
Wir freuen uns auf eine rege Diskussion und zahlreiche Teilnehmer.
Diese Veranstaltungsreihe wird im Rahmen des Programms „Maßnahmen gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ mit freundlicher Unterstützung des Senatsbeauftragten für Integration und Migration durchgeführt.
Kreuzberger Gespräche´10: Lesung und Diskussion mit Emine Sevgi Özdamar
am Freitag, den 03. Dezember 2010, um 19.00 Uhr:
„Die Integrationsdebatte aus der Sicht einer Chronistin der Migration Lesung und Diskussion mit Emine Sevgi Özdamar“
Einführung und Moderation: Alke Wierth (taz)
ORT: TIYATROM
Alte Jakobstr. 12, 10969 Berlin – KreuzbergEmine Sevgi Özdamar, geboren 1946 in Malatya in der Türkei, lebt seit 1965 überwiegend in Deutschland und in Berlin. Hier hat sie als Schauspielerin, Theaterregisseurin und Schriftstellerin die Migration aus der Türkei nach Deutschland fast von Anfang an miterlebt.
Ihre teils autobiographisch geprägten Romane erzählen einen Teil der Migrationsgeschichte, der in der aktuellen Debatte um Einwanderung und „Integration“ fast vollständig ausgeblendet wird: Denn Özdamar berichtet aus der Perspektive selbstbewusster, politisch denkender MigrantInnen, die aktiv das gesellschaftliche, politische und kulturelle Leben in ihrem Einwanderungsland erleben, mitgestalten und prägen.
Aus dieser Perspektive wollen wir mit der unter anderem mit dem Kleist- und dem Fontane-Preis ausgezeichneten Autorin über die aktuelle Integrationsdebatte diskutieren, in der MigrantInnen meist als homogene und defizitäre Gruppe dargestellt und primär unter der Lupe von „Integrationsbereitschaft und –verweigerung“ betrachtet und sortiert werden.
Diese Veranstaltungsreihe wird im Rahmen des Programms „Maßnahmen gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ mit freundlicher Unterstützung des Senatsbeauftragten für Integration und Migration durchgeführt.
Kreuzberger Gespräche ´10: „Partizipations- und Integrationsgesetz für Berlin“
am Montag, den 22. November 2010, um 19.00 Uhr:
„Partizipations- und Integrationsgesetz für Berlin“
Muharrem Aras, Rechtsanwalt
Haluk Şenyuva, AG Gleichstellung der Migrantenselbstorganisationen
Leitung: Ahmet İyidirli, Bundesvorsitzender der HDF
ORT: TİYATROM
Alte Jakobstr. 12, 10969 Berlin – Kreuzberg
Das „Partizipations- und Integrationsgesetz“ (so die offizielle Bezeichnung) soll nun einen Schritt weiter gehen – es soll den Verwaltungen nicht nur Empfehlungen geben, sondern klare Verpflichtungen festlegen.
Viele Fachleute und Migrantenselbstorganisationen meinen, dass dieses Gesetz längst überfällig sei. Schafft dieses Gesetz jetzt eine Konkurrenz zwischen den unterschiedlichen Interessensgruppen im Gleichstellungsbereich (MigrantInnen, Frauen, Behinderte)?
Viele Berlinerinnen und Berliner meinen, dass „die Quote kommen wird“. Wie?
Diese Veranstaltungsreihe wird im Rahmen des Programms „Maßnahmen gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ mit freundlicher Unterstützung des Senatsbeauftragten für Integration und Migration durchgeführt.
Kreuzberger Gespräche ´10: Wie interkulturell sind Berliner Schulen wirklich - und wie interkulturell müssten sie sein, um gut zu sein?
am Donnerstag, den 09. Dezember 2010, um 18.30 Uhr
im AWO-Café, Oranienstraße 69, 10969 Berlin-Kreuzberg
Wie interkulturell sind Berliner Schulen wirklich
- und wie interkulturell müssten sie sein, um gut zu sein?
Mit
Evelin Lubig-Fohsel, Lehrerin und Lehrer-Fortbilderin;
Aliyeh Yegane Arani, Diversity-Trainerin u.a. an Schulen;
Salahdin Said, ehemaliger Schülersprecher des Hermann-Hesse-Gymnasiums.
Einführung und Leitung: Alke Wierth (taz)
Die Schülerschaft an Berliner Schulen besteht längst nicht mehr bloß aus „biodeutschen Deutsch-Muttersprachlern“: An manchen Schulen sind Kinder aus Einwandererfamilien in der Mehrheit. Obwohl sich diese Entwicklung seit Jahrzehnten abzeichnet, wird sie von vielen Beteiligten – Lehrkräften ebenso wie Eltern oder der Bildungsverwaltung – immer noch vor allem als Problem wahrgenommen.
Doch wäre es nicht besser, auf diese Realität endlich angemessen zu reagieren, statt sie immer wieder nur zu problematisieren? Wie müssen, wie können Schulen sich wandeln, um ihren Bildungsauftrag in der Einwanderungsgesellschaft zu erfüllen?
- Lehrerschaft und Unterrichtsinhalte in der Einwanderungsgesellschaft
- Interkulturelle Kompetenz und Wertschätzung von Verschiedenheit
- Die Perspektive der SchülerInnen: Erfahrungen und Anregungen
Darüber wollen wir diskutieren und Ideen entwickeln.
Diese Veranstaltungsreihe wird im Rahmen des Programms „Maßnahmen gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ mit freundlicher Unterstützung des Senatsbeauftragten für Integration und Migration durchgeführt.
Veranstaltung: Namen, Chancen und Integration − das Märchen vom türkischen Integrationsverweigerer
Namen, Chancen und Integration − das Märchen vom türkischen Integrationsverweigerer
am Mittwoch, 09. März 2011 um 19.30 Uhr
in AWO Cafe, Oranienstraße 69, 10969 Berlin
Die Integration von Zuwanderern und ihrer Kinder zählt derzeit zu den sehr kontrovers diskutierten Themen in Deutschland. Es ist die Rede von Integrationsverweigerern und von bildungsfernen Schichten.
Gleichzeitig belegen zahlreiche Studien, dass Kinder von Einwanderern hierzulande trotz gleichen Bildungsniveaus deutlich schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben als junge Menschen ohne Migrationshintergrund. So haben 90 Prozent der 20- bis 29-jährigen hochqualifizierten Männer ohne Migrationshintergrund einen Arbeitsplatz. In der Vergleichsgruppe mit Migrationshintergrund sind es jedoch nur 81 Prozent.
Welche Chancen haben Kinder von Einwanderern in Deutschland? Welchen Einfluss haben insbesondere ausländische Namen auf die Chancengleichheit am Arbeitsmarkt? Wie ist der Stand der Integration bei den jeweiligen Herkunftsgruppen? Ist die Integrationsverweigerung ein Märchen oder Realität?
Diese und andere Fragen möchten wir gerne in der Veranstaltung diskutieren:
Begrüßung: Muharrem Aras
Kandidat für das Abgeordnetenhaus, Wahlkreis 3 in Kreuzberg
Referentin: Dr. Silke Hans
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Soziologie, FU-Berlin
Moderation: Sevim Aydın
Kandidatin für die Bezirksverordnetenversammlung, Listenplatz

